Urkunde 188 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 188 (4. Februar 785 — Reg. 1930) Schenkund des Stardirad in Lochheim im 17. Regierungsjahre Karls des Großen, unseres Herrn, unter Abt Richbod In Christi Namen mache ich, Starchrad, zum Seelenheile meines Bruders Fereher dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib in dem am Wisscoz- (Weschnitz-) Flusse in pago rinensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauresham (Lorsch) ruht, eine Schenkung. Sie gelte in gleicher Weise jener heiligen Gemeinschaft der Mönche, welche ebendort unter der Leitung des verehrungswürdigen Abtes Richbod Gott dienen. Es ist mein Wunsch, daß meine Vergabung von ewiger Dauer sei. ich erkläre, daß sie auf einer durchaus freien Entschließung meinerseits erfolgt. Zur Schenkung gelangen in rinensi (im Oberrheingebiet), und zwar in Lochheim (Wüstung Lochheim/R, so. Oppenheim) drei Joch Ackerland und in worm (aciensi = im Wormser Gebiet), in Obbenheim (Oppenheim/R.) eine Parzelle Weingarten, welche an die Grundstücke des Amanolf und des Herirat grenzt, ferner in Dinenheim (Dienheim/R, s. Oppenheim) ein Stück Weingarten, das an die Liegenschaften der vorgenannten Erben stößt. Unter dem gegenwärtigen Tage übergebe und 22 übertrage ich dies alles im Namen Gottes zu ewigem Besitz in der Absicht, daß es jetzt und später jener heiligen Stätte zu Nutz und Vorteil gereiche. Urkund dessen nachstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lauresham (Lorsch) am 4. Februar (785). Handzeichen des Starchrad, der diese Schenkung machte. Handzeichen der (Zeugen) Aldo, Altdrad und Uodalher, des Geistlichen Altpert, Nanther. Ich) Rudolf, habe die Urkunde redigiert und geschrieben.


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