URKUNDE 186 (1. Dezember 788 — Reg. 2081) Schenkung von Fricco und Eberwin im gleichen Dorf, erfolgt im 21. Jahre der Regierung unseres Herrn Karl, des großen und glorreichen Kaisers (richtig: Königs) unter Abt Richbod Wir, Fricko und Eberwin, schenken im Namen Christi zum Seelenheile des Waldolf das, was er uns übergeben hat, dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Lauresham (Lorsch) ruht. Geschenkt werden zwei Güter im pago rinensi (im Oberrheingau), und zwar in den Dörfern Elimaresbach (Elmersbach, Wüstung am Altrhein w. Erfelden w. Darmstadt) und Locheim (Lochheim, Wüstung am Rhein so. Oppenheim; aus dem Nibelungenlied als „Loche" bekannt, wo Hagen den Nibelungenhort in den Rhein versenkte). Von dem ganzen Alod (Eigentum) werden zwei Teile geschenkt und zwar Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Inseln, Wohnhäuser, landwirtschaftliche Bauten, alles anliegende Zubehör, stehende und fließende Gewässer und vier leibeigene Leute namens Berthram, Ruodwin und Dietlint, Lübwin. Alles und in allen seinen Teilen soll vom heutigen Tage an — usw. — bis: unter Zwang der königlichen Kammer entrichte er als Buße zwei Unzen Gold und vier Pfund Silber — und dann weiter — bis: Geschehen im Kloster Lorsch am l. Dezember (788). Handzeichen von Frico und Eberwin, welche diese Schenkung machten. Handzeichen der (Zeugen) Lütger, Hado, Osirich, Eiitzo, Albert, Wenilo und Hiltdiward, Albger. Ich) Donadeus, habe unterschrieben.
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