Urkunde 180 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 180 (4. November 782 — Reg. 1806) Schenkung der Icha in Rohrheim und in anderen näher beschriebenen Dörfern unter Abt Helmeridi, im 15. Regierungsjahre unseres Herrn, des Königs Karl In Christi Namen, am 4. November, mache ich, Icha, die Gottgeweihte, auf göttliche Eingebung beziehungsweise zum Heile meiner Seele oder im Hinblick auf die ewige Belohnung durch diese Schenkungsurkunde eine Vergabung. Sie sei geweiht dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius — und so weiter wie oben — bis: nämlich meine Besitzungen in Rorheim (Groß-Rohrheim und Klein-Rohrheim nw. Lorsch) im Oberrheingau und im Wormsgau in den (sechs) Dörfern 18 Hamme (Hamm/R. n5. Worms), Dinenheirn (Dienheim/R, s. Oppenhein), Ruodolfesheim (Wüstung Rudolfsheim bei Dienheim), Bermersheim (nw. WormsIR. oder n. AlzeylSelz nw. Worms), Eichinun (Eich n. Worms/R.) und Alaesheim (Alsheim s. Oppenheim/R.). Zur Übergabe gelangen Hofreiten, Felder, "Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Weinberge, Wohnhäuser, Wirtschaftsbauten und die Leibeigenen namens Ado, seine Gattin Dietbirg und ihre Kinder Irminbirg und deren Kind Woifwint, Ado, Lübswint und Walther, seine Gattin Eberhart. Alles, in allen Teilen, zur Gänze und unvermindert sei vom heutigen Tage an geschenkt, alles, was auch immer ich in den schon genannten Ortschaften oder Gemarkungen bekanntermaßen besitze, Vieh jeglichen Geschlechtes und jeglicher Größe, bewegliche und unbewegliche Habe — und das übrige alles gleich — bis: so bezahle er, auch von der königlichen Kammer dazu gezwungen, drei Unzen Gold und sechs Pfund Silber — und so weiter — bis: Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch. Handzeichen der Icha, der Gottgeweihten, welche diese Schenkung gemacht hat. Namenszeichen des Priesters Gunthard, des Egisher und des Recchio, des Nortger. Ich, Rudolf, habe unterschrieben.


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