URKUNDE 173 (23. Juli 788 — Reg. 2058) Schenkung der Liebedaga in Bürstadt im 20. Regierungsjahre unseres Herrn, des ruhmreichen Kaisers (richtig: Königs) Karl, unter Abt Ridibod (Vgl. Urk. Nr. 3785) Ich, Liebedaga, schenke in Gottes Namen dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lauresham (Lorsch) in pago rinensi (im Oberrheingau) ruht — und so weiter — bis: meine Liegenschaften, nämlich alles, was ich in Birstettero marca (Bürstadter Gemarkung), wie allgemein bekannt, besessen habe, und zwar Hofreiten, Wiesen, Weiden, Wege und alles in allen Teilen. In gleicher Weise vergäbe ich auch alles, was mir meine Mutter in Wizillai (Wüstung zwischen Bürstadt und Worms?) hinterlassen hat: Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wälder und Wege. Alles das und in allen seinen Teilen übergebe und übertrage ich aus meinem Eigentumsrecht in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Nazarius als ewiges Besitztum. Vom gegenwärtigen Tage an und für alle späteren Zeiten mögen diese Güter jener heiligen Stätte zum Nutzen gereichen und ihr Vermögen mehren. Urkund dessen nachstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lauresham (Lorsch) am 23. Juli (788). Handzeichen der Liebedaga, welche diese Schenkung machte, und deren schriftliche Festlegung erbat. Handzeichen des (Zeugen) Grimold. Ich) Reginbert) war der angeforderte Schreiber.
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