URKUNDE 167 (1. November 767 — Reg. 247) Schenkung des Thurincbert, des Bruders des Herrn Cancro, in Lorsch und Bürstadt, im 16. Regierungsjahre des Königs Pippin (Vgl. Urk. Nr. 3788) In Christi Namen, am l. November (767), mache ich, Turincbert, im Hinblick auf Gott und die Verehrung des Hl. Nazarius eine Schenkung an jene heilige Stätte, an welcher der Leib jenes Herrn ruht. Sie gelte ebenso den Mönchen selbst, welche dort unter der Leitung des verehrungswürdigen Abtes Gundeland Gott dienen. Ich wünsche, daß meine Schenkung von ewiger Dauer sei und bestätige, daß sie aus durchaus freiem Willen erfolgt. Zur Obergabe gelangt eine Hofreite, welche dort bereits gerodet ist. Sie diene als Bauplatz zur Errichtung des (geplanten neuen und größeren) Klosters für den Hl. Nazarius. Ich schenke, übergebe und übertrage alles, was dort unter meiner Besitzergewalt steht, aus meinem Eigentumsrecht in das Herrenrecht des Hl. Nazarius. Vom gegenwärtigen Tage an und für alle Zukunft soll alles jener heiligen Stätte beziehungsweise deren Sachwaltern jederzeit zum Nutzen gereichen. In gleicher Weise schenke ich auch in Birstather marca (Gemarkung Bürstadt w. Lorsch) eine Hofreite, eine Wiese und sechs Joch Ackerland dem bereits genannten Märtyrer Christi, dem Hl. Nazarius. Wollte aber jemand, sei es nun ich selbst oder einer meiner Erben, diese meine Schenkung verletzen oder verfälschen, dann verbüße er seine Strafe und entrichte in Gegenwart eines koniglichen Beamten ein halbes Pfund Gold und zwei Pfund Silber, und was er vorträgt, sei für die gerichtliche Beurteilung nichtig. Gegenwärtige Schenkung soll jederzeit fest und unverbrüchlich bestehen bleiben. Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Kloster Lorsch in öffentlicher Versammlung. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des (dritten) Gaugrafen (aus dem Hause der Rupertiner) Heimerich. Handzeichen der (Zeugen) Gerwig, Berthelm, Dietto, Gerold und Grantzo, Lantbold.
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