URKUNDE 1588 (10. Februar 863? — Reg. 3462) Tausch der Richild in Oppenheim unter König Ludwig und Abt Egilbert In Christi Namen ist auf beiderseitigen Wunsch und Willen zwischen dem ehrwürdigen Egilbert, Abt (856—864) des Klosters zum Hl. Nazai'ius, und einer gewissen Frau namens Richilt die Vereinbarung getroffen worden, daß sie einige ihrer Güter unter sich austauschen wollten. Für beide Vertragschließende war die jeweils günstigere Lage der Güter entscheidend. Demzufolge gab die erwähnte Richilt dem vorgenannten Abt eine Hofreite mit ihrem gesamten Zubehör in pago wormdltiensi =-- im Wormsgau), in der Oppenheimer marca (Gemarkung Oppenheim/R.). Als Gegenwert gab der oben bezeichnete Abt Egilbert der genannten Richild im gleichen Dorf eine Hofreite, einen Weinberg und das Zubehör jener Hofreite. Es wurde bestimmt, daß jede der beiden Parteien dasjenige, was sie erhielt, als regelrechtes Eigentum innehaben, besitzen und an ihre Rechtsnachfolger vererben solle. Urkund dessen nachstehende Fertigung. Geschehen in monasterio ].a.utish(amensi = im Lorscher Kloster) am 10. Februar im 33. Jahr (873; richtig vielleicht: 23. Jahr = 863) des Kaisers (richtig: Königs) Ludwig (des Deutschen).
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