Urkunde 1285 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1285 (12. Dezember 770 — Reg. 578) Schenkung des Norbert in Trebelsheim und in der Gaulsheimer Gemarkung unter König Karl und Abt Gundeland Ich, Nortbert, will im Namen Gottes für mein Seelenheil Vorsorge treffen. Ich mache daher eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Laures-sam (Lorsch) ruht, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Ich wünsche meiner Vergabung ewigen Bestand und erkläre, daß sievollkommen freiwillig durchgeführt wurde, Ich schenke in pago vfoima.t(iensi = im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Tribunisheim (Trebelsheim, Wüstung nö. Büdesheim so. Bingen/R.) und in der Gemarkung Guileubisheim (vielleicht richtig: Gavileubisheim; Gaulsheim ö. Bingen) alles, was ich bekanntermaßen dort besitze, nämlich Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden und Wasservorkommen. Alles schenke, übergebe und übertrage ich mit Rechtswirksamkeit vom gegenwärtigen Tag in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Im Namen Gottes möge er es auf ewig besitzen. Von heute an sollt ihr das Recht haben, dies alles zu behalten, zu vertauschen oder sonstwie damit zu machen, wie es euch beliebt, in allen Belangen sollt ihr, bekräftigt durch Handschlag und Brief, die freie und vollkommen unabhängige Verfügungsgewalt haben. Geschehen in Worms am 12. Dezember im 3. Jahr (770) des Königs Karl.


Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de