URKUNDE 1239 (14. Oktober 794 — Reg. 2485) Schenkung der Irmindrud in Gössenheim unter Kaiser (richtig: König) Karl und Abt Richbod Ich, Irmindrut, will im Namen Gottes und zu meinem Seelenheil ein gutes Werk verrichten. Ich entbiete eine fromme Spende an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Kloster Lauressam (Lorsch) in pago renensi (im Oberrheingau) ruht. Meine Gabe ist daher auch an jene geweihte Ordensgesellschaft der Mönche entrichtet, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Richbodo ihren Dienst versieht. Ich wünsche meiner Vergabung ewigen Bestand und erkläre, daß sie auf einem vollkommen freien Willensentscheid meinerseits beruht. Ich schenke, übergebe und übertrage als ewiges Eigentum in pago •worma.t(iensi = im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Gozinesheim (Gössenheim, aufgegangen in Kindenheim n. Grünstadt/W.) zehn Joch Ackerland in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Vertraglich abgeschlossen. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) am 14. Oktober im 27. Regierungsjahr (794) des Königs Karl.
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