Urkunde 1233 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1233 (23. April 847 — Reg. 3333) Schenkung des Nandger im nämlichen Weiler unter König Ludwig und Abt Samuel Ich, Nandger, will im Namen Gottes etwas für mein Seelenheil tun. Ich mache eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht. Die Zuwendung ist daher auch jener gottgefälligen Mönchsgemeinschaft geweiht, welche dortselbst unter dem ehrwürdigen Bischof und Abt Samuel in Dienstbarkeit lebt. Ich wünsche meiner Spende ewigen Bestand und erkläre, daß sie auf einem vollkommenen freien Willensentscheid meinerseits beruht. Ich schenke in pago •wol•ma.t(iensi -=. im Wormsgau), und zwar im Dorf Hessinheim (Heßheim w. Frankenthal s. Worms) alles, was ich in jener Gemarkung besitze, und ebenfalls alles, was ich in Lantmundesheim (Lambsheim w. Frankenthal) und in der Meriskero marca (in der Gemarkung Frankenthal-Mörsch) an Eigengütern innehabe, seien es nun Äcker, Hofreiten, Weingärten, Wiesen, Weiden, Wege oder Gewässer. Ferner übereigne ich in Hasmachgawe (im Haspengau), im Dorf Curtriza (Cortessem in Belgisch-Limburg ö. St. Truljen oder Cortryk sw. Assent bei Diest) zwei Hüben, alles, was zu denselben gehört und 14 Leibeigene. Dies alles schenke, übergebe und übertrage ich in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius, damit er es auf ewig besitze. Geschlossen und gefertigt. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) im Jahre 847 nach des Herrn Fleischwerdung, im 7. Regierungsjahr des Königs Ludwig (des Deutschen), am 23. April.


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