Urkunde 1222 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1222 (12. Juni 778 — Reg. 1418) Schenkung der Egilswind in derselben Gemarkung unter Kaiser (richtig: König) Karl und Abt Gundeland In Christi Namen, am 12. Juni im 10. Regierungsjahr (778) des Königs Karl. Ich, Egilsuind, übereigne zu meinem Seelenheil ein Geschenk an den heiligen Märtyrer Naza-nus, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht. Die Gabe ist damit auch an jene heiligmäßige Mönchsschar überreicht, welche dortselbst unter dem ehrwürdigen Gundeland in Dienstbarkeit lebt. Es ist mein Wunsch, daß diese Stiftung von ewiger Dauer sei, und ich erwähne ausdrücklich, daß sie aus völlig freiem Willen erfolgt, ich schenke in pago worma.t(iensi = im Wormsgau), in Wesistater marca (in der Gemarkung Worrstadt n. Alzey) alles, was ich bisher dort besessen habe, nämlich Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wälder, Weinberge, Pflanzland und Brachland. Mit Wirksamkeit vom heutigen Tag und für alle Zeiten möge alles jener Stätte erhöhten Nutzen bringen. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster). Tag und Zeit wie oben.


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