Urkunde 1217 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1217 (29. September 788 — Reg. 2066) Schenkung der Lütswind in der Wörrstadter Gemarkung unter König Karl und Abt Richbod In Christi Namen, am 29. September im 20. Regierungsjahr (78S) des Königs Karl. Ich, Lütswint, mache in Gottes Namen eine fromme Stiftung an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in pago renensi (im Oberrheingau), im Kloster Lauressam (Lorsch) ruht. Sie gelte auch jener frommen mönchischen Bruderschaft, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Richbodo ihren Dienst verrichtet. Es ist mein Wille, daß meine Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige, daß sie durchaus freiwillig geboten wurde. Ich schenke in pago wormat^'ewH =: im Wormsgau), nämlich in der Gemarkung Wasistat (Wasisstat =. Wörrstadt n. AlzeylSelz nw. Worms/R.) alles, was ich bisher dort besessen habe, seien es nun Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wälder, Weingüter oder Häuser, Alles schenke, übergebe und übertrage ich unter dem heutigen Tag im Namen Gottes als ewiges Eigentum in der Absicht, daß es von diesem Tag an und später jener Stätte als Vermögenszuwachs diene. Der Besitzwechsel ist damit vollzogen. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster). Tag und Zeit wie oben.


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