URKUNDE 1207 (13. Juni 798 — Reg. 2630) Schenkung des Herwin in der Bornheimer Gemarkung unter König Karl und Abt Richbod Ich, Herwin, errichte im Namen Gottes eine wohltätige Stiftung. Sie ist bestimmt für den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen Lorscher Kloster ruht, beziehungsweise für jene heiligmäßige Vereinigung von Mönchen, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Richbod ihren Dienst ausübt. Es ist mein Wille, daß meine Gabe von ewiger Dauer sei, und ich bestätige, daß sie durchaus 156 freiwillig gereicht wird. Ich schenke in pago woima.t(iensi = im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Bruniheim (Bornheim nw. AlzeylSelz nw. Worms/R.) eine Hofreite, drei Weingärten und überhaupt alles, was ich bisher dort besessen habe. Vom gegenwärtigen Tag an schenke, übergebe und übertrage ich dies alles im Namen Gottes als immerwährendes Eigentum. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) am 13. Juni im 30. Regierungsjahr {798) des Königs Karl. Handzeichen von Herwin, der diese Schenkung durchführte und deren schriftliche Festlegung erbat.
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