Urkunde 1196 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1196 (4. März 769 — R.eg. 382) Schenkung des Gerold in der Eiersheimer Gemarkung unter König Karl und Abt Gundeland Ich, Gerolt, beabsichtige im Namen Gottes und zum Heile meiner Seele eine Zuwendung an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen Lorscher Kloster ruht, beziehungsweise an jene Knechte Gottes, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Gundeland in Dienstbarkeit leben. Meine Gabe soll nach meinem Willen für alle Zeiten erhalten bleiben, und ich bestätige, daß sie aus vollkommen freiem Willen dargeboten wird. Ich schenke in pago wormat(^ew« •==•. im Wormsgau), und zwar in den Gemarkungen Agrideslieim (Eiersheimer Hof o, Erpolzhelm nö. Bad DärkhelmlW.) und Cogrishem (Ludwigshafen-Oggersheim) alles, was ich dort an Ackerland besitze. Unter dem heutigen Tag schenke, übergebe und übertrage ich alles als ewiges Eigentum. Von diesem Tag an möge es jener Stätte, bekräftigt durch Handschlag und Brief, als Vermögenszuwachs dienen. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) am 4. März im l. Jahre (769) des Königs Karl.


Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de