URKUNDE 1192 (20. Mai 792 — Reg. 2372) Schenkung von Lütgis und Willerad in Bornheim unter König Karl und Abt Ridibod Im Namen Gottes entrichten wir, Lütgis und meine Ehefrau Willerat, zu unserem Seelenheil eine Spende an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib In dem In pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen Lorscher Kloster ruht, eine Spende. Sie sei auch gewährt jener nach Heiligkeit strebenden Mönchsgemeinde, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Richbodo ihrem Dienst nachkommt. Nach unserem Willen soll diese Vergabung von ewiger Dauer sein, und wir bestätigen, daß sie vollkommen freiwillig gereicht wird. Wir schenken in pago 'worma.t(iensi == im Wormsgau), in Brunheim (Bornheim nw. AlzeylSelz nw. Worms/R.) einen Weinberg, Wiesen mit einem Ertrag von zwei Fuder Heu und alles das, was wir bisher in Lonesheim (Lonsheim nw. Alzey) an Ackerland besessen haben, ferner in Heimradesheim (Heimersheim nw. Alzey) einen Weinberg und überhaupt alles, was wir bisher in den obengenannten Gemarkungen besessen haben oder weiterhin durch Arbeit dazugewinnen konnten. Unter dem heutigen Tage schenken, übergeben und übertragen wir dies alles in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Im Namen Gottes möge er alles auf ewig besitzen. Von diesem Tag an und in späterer Zeit möge alles jener Stätte, gestützt auf diese vertragliche Übereinkunft, erhöhten Gewinn bringen. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) am 20. Mai im 24. Regierungsjahr (792) des Königs Karl. 150
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