URKUNDE 1191 (5. Oktober 772 — Reg. 812) Schenkung der Lütswind in demselben Weiler unter König Karl und Abt Gundeland In Christi Namen, am 5. Oktober im 4. RegierungsJahr (772) des Königs Karl entrichte ich, Lütswind, zum Seelenheile meines Sohnes Hatto an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Lorscher Kloster, gelegen in pago renensi (im Oberrheingau) ruht, eine fromme Spende. Sie gelte in gleicher Weise auch jenen Knechten Gottes, welche eben-dort unter dem ehrwürdigen Abt Gundeland ihren Dienst verrichten. Ich bin gewillt, diese Gabe als für alle Ewigkeit übereignet zu betrachten, und ich bestätige deren vollkommene Freiwilligkeit. Ich schenke in pago woimAt(iensi = im Wormsgau), nämlich in der Gemarkung Heimradesheim (Heimersheim nw. AlzeylSelz nw. Worms) 39 Joch Ackerland und, in deren Gemarkung gelegen, eine Hofreite, einen Weinberg und 1^ Joch Ackerland. Unter dem heutigen Tage schenke, übergebe und übertrage ich diese Güter in das rechtliche Eigentum und unter die Herrschaft des Hl. Nazarius, damit er sie auf immerdar besitze. Von diesem Tag an und künftig mögen sie jederzeit jener Statte steigenden Vorteil bringen. Vertraglich abgeschlossen. Geschehen in monasterio laurissamensi. Tag und Zeit wie oben.
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