URKUNDE 1190 (1. Februar 772 — Reg. 728) Schenkung des Vulfrid in der Heimersheimer Gemarkung unter König Karl und Abt Gundeland In Christi Namen, am l. Februar im 4. Regierungsjahr (772) des Königs Karl. Ich, Vulfrid, schenke zum Seelenheile der Gailana ihr Eigentum, das sie selbst mir übergeben hat, dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) befindlichen Lorscher Kloster ruht. Die Vergabung ist damit auch an jene Knechte Gottes ausgerichtet, welche ebendort unter ihrem Abt, dem ehrwürdigen Gundeland, in Dienstbarkeit leben. Es ist mein Wille, daß die Zuwendung für ewige Zeiten bestimmt sei, und ich erkläre, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Ich schenke in pago wormat-(iensi == im Wormsgau), in der Gemarkung Heimradesheim (Heimersheim nw. Alzey/Selz) ein halbes Weingut. Ich schenke; übergebe und übertrage dasselbe vom gegenwärtigen Tag an in das Rechtsverhältnis und 149 unter die Herrschaft des Hl. Nazarius, damit er es auf ewig besitze. Von heute an und für alle künftige Zeit möge es jener Stätte als Einkommensmehrung dienen. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster). Tag und Zeit wie oben.
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