Urkunde 1187 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1187 (1. November 777 — Reg. 1358) Schenkung von Willemar und Adalind in der Heimersheimer Gemarkung unter König Karl und Abt Gundeland Wir, Willemar und Adalind, meine Gemahlin, errichten im Namen Gottes und zu unserem Seelenheil eine wohltätige Stiftung. Sie ist bestimmt für den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Lorscher Kloster, gelegen in pago renensi (im Oberrheingau) ruht, und damit auch für jene heilige Mönchsschar, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Gundeland, ihrem Abt, dient. Wir bestimmen, daß unsere Spende auf ewig hingegeben sein soll, und wir erwähnen ausdrücklich, daß sie auf einer vollkommen freien Willensäußerung unsererseits beruht. Wir schenken in pago worma.t(iensi -= im Wormsgau), in der Gemarkung Heimradesheim (Heimersheim nw. Alzey/Selz nw. Worms) zehn Joch Ackerland. Vom gegenwärtigen Tag an schenken, übergeben und übertragen wir diese in das Eigentumsund Herrenrecht des Hl. Nazarius. Von heute an und für alle Zukunft möge dieser Güterbesitz jener Stätte jederzeit als Quelle für eine verbesserte Lebenshaltung dienen. Geschlossen und gefertigt. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) am l. November im 10. Regierungsjahr (777) des Königs Karl. 148


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