Urkunde 1180 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1180 (24. Juni 814— Reg. 3074) Schenkung des Willibert im nämlichen Weiler unter König Ludwig und Abt Adalung In Christi Namen, am 24. Juni im l. Regierungsjahr (814) des Königs Ludowig nehme ich, Willebracth, zu meinem Seelenheim eine Schenkung vor. Ich entbiete sie dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) errichteten Lorscher Kloster ruht, und damit auch jenen Knechten Gottes, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Adalung ihrem Dienst nachkommen. Die Zuwendung soll nach meinem Willen für alle Zeiten gelten, und ich bestätige, daß sie durchaus freiwillig vorgenommen wurde. Ich schenke in pago 'wolma.t(iensi = im Wormsgau), in der Gemarkung Erpholfesheim (Erpolzheim nö. Bad Därkheim/W.) eine Wiese. Ich schenke, übergebe 145 und übertrage sie vom gegenwärtigen Tag an in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Naza-rius, damit er sie im Namen Gottes auf ewig besitze. Von heute an soll sie jener Stätte jederzeit erhöhten Vorteil bringen. Diese gegenwärtige Schenkung möge immerdar gefestigt und dauerhaft erhalten bleiben. Damit ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen in mona-sterio laurissamensi (im Lorscher Kloster). Tag und Zeit wie oben.


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