URKUNDE 1168 (5. November 782 — Reg. 1807) Schenkung der Theutswind in Biscfaofsheim unter König Karl und Abt Helmerich Ich, Theutswint, will im Namen Gottes für mein und meines Sohnes Gerher Seelenheil Vorsorge treffen. Ich wende daher eine Schenkung dem heiligen Märtyrer Nazarius zu, dessen Leib in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster), gelegen in pago renensi (im Oberrheingau) ruht, und damit auch jener in Heiligkeit lebenden Mönchsvereinigung, welcher der ehrwürdige Helmerich als Abt vorsteht. Nach meinem Willen soll diese Vergabung fiir ewige Zeiten bestehen, und ich erkläre, daß sie vollkommen freiwillig gemacht wurde. Ich schenke meinen Güterbesitz in pago '«•orma.t(iensi = im Wormsgau), in Biscofesheim (siehe oben.'), nämlich alles, was ich bisher in jener Gemarkung besessen habe, und zwar Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Weingärten, Wohnhäuser, 140 Wirtschaftsbauten, Wälder, Wasservorkommen, Bauernhöfe, Mühlen und zwölf Leibeigene. Diese heißen: Hedelind, Aselind, Giseler und Otwin, Muther, seine Tochter (?) Rudolf, Hirmingard und ihr Sohn Erchenbrecht) Egilolf, Gundlind und ihr Sohn Gebelind und ihre Tochter Willimund. Alles das schenke, übergebe und übertrage ich unter dem heutigen Tage in den rechtlichen Besitz und unter die Herrschaft des Hl. Nazarius, damit er es auf ewig besitze. Die Schenkung ist damit in Rechtskraft erwachsen. Geschehen im Dorf Bischofsheim am 5. November im 15. Regierungsjahr (782) des Königs Karl.
Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de