Urkunde 1154 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1154 (9. September 780 — Reg. 1590) Schenkung des Isenhard in der Gemarkung Bellersheim unter König Karl und Abt Helmerich In Christi Namen, am 9, September im 12. RegierungsJahr (780) des Königs Karl. Ich, Isenhart, errichte eine wohltätige Stiftung zugunsten des heiligen Märtyrers Nazarius, dessen Leib in dem in pago renense (im Oberrheingau) gelegenen Lorscher Kloster ruht. Sie sei auch übereignet an Jene heilige Mönchsgemeinde, welche ebenda unter dem ehrwürdigen Abt Helmerich ihrem Dienst obliegt. Ich schenke in pago •worma.t(iensi = im Wormsgau), in der Gemarkung Baldrisheim (Bellersheim nö. Friedberg n. Frankfurt/M.) drei Morgen Land und ein kleineres Wiesengrundstück, von dem ein Fuder Heu eingebracht werden kann. Vom gegenwärtigen Tag an schenke, übergebe und übertrage ich diese Güter als ewiges Eigentum. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster), gelegen am Flusse Wiscoz (Weschnitz), bei jener heiligmäßigen mönchischen Ordensgemeinschaft, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Helmerich dient. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Isenhart, auf dessen Wunsch diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt wurde. (Die Urkunde ist irrtümlich, offenbar infolge Verwechslung mit Blatmarsheim =--Flomersheim, in die Wormsgau-Gruppe aufgenommen worden.)


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