Urkunde 1143 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1143 (22. November 766 — Reg. 95) Schenkung des Nanther in Gau-Algesheim unter König Pipin und Abt Gundeland In Christi Namen, am 22. November im 15. Regierungsjahr (766) des Königs Pippin. Wir, Nanther und Hiltrud, meine Gattin, machen zu unserem Seelenheil eine fromme Stiftung. Wir beabsichtigen eine Zuwendung an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen Lorscher Kloster ruht, beziehungsweise an jene heilige Mönchsversammlung, welcher der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Die Schenkung soll nach meinem Willen für ewige Zeiten gelten, und ich 130 erkläre ausdrücklich, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Ich schenke in pago wormat-(iensi •= im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Alagastesheim (Gau-Algesheim/R, ö. Bingen) eine Hofreite, zwanzig Joch Ackerland und eine Wiese. Von heute an schenke, übergebe und übertrage ich dies alles in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. Nazarius, damit er es, bekräftigt durch Handschlag und Brief, auf ewig besitze. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster). Tag und Zeit wie oben. Handzeichen von Nanther und Hiltrud.


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