Urkunde 1140 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1140 (17. März 771 — Reg. 590) Schenkung der Hitta in (Friesenheim, in) Weisenheim und in Karlbach unter König Karl und Abt Gundeland Ich, die gottgeweihte Hita, entrichte im Namen Gottes eine fromme Spende an den heiligen Märtyrer Nazarius. Sein Leib ruht in dem in pago renensi (im Oberrheingau) gelegenen Lorscher Kloster. Die Spende sei auch dargereicht jener heiligen Mönchsschar, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Abt Gundeland dient. Ich bestätige, daß ich meine Gabe vollkommen freiwillig entrichtet habe. Meine Schenkungen befinden sich in pago worma.t(iensi = im Wormsgau), und zwar in den Gemarkungen Frisenheim (Ludwigshafen-Friesenheim), Wizzinheim (Weisenheim am Berg s. Grunstadt/W.), Eberulfesheim (Ebertsheim w. Grünstadt), Muntinheim (Ludwigshafen-Mundenheim), Hammingesheim (Hemshof bei Ludwigshafen-Friesenheim) und in Karlebach (Karlbach; G.-, K.-; so. Grünstadt). Ich übergebe alles das, was mir rechtlich aus der väterlichen Erbschaft zugeflossen ist, nämlich Hofreiten, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder Weinberge, Wohnhäuser, Wirt129 geschmälertem Zustand von heute an in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Nazarius, damit er es, gestützt auf diese vertragliche Übereinkunft, auf ewig besitze. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) am 17. März im 3. RegierungsJahr (771) des ruhmreichen Kaisers (richtig; Königs) Karl. Handzeichen der Hita, welche gewünscht hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde.


Kommentare und Probleme an: hstoyan@informatik.uni-erlangen.de