URKUNDE 1136 (8. August 818 — Reg. 3144) Schenkung des Ratolf in der Dalsheimer Gemarkung unter Kaiser Ludwig Ich, Ratolf, mache im Namen Gottes eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Naza-rius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegenen Lorscher Kloster ruht. In gleicher Weise sei sie gereicht jenen Knechten Gottes, welche ebendort unter dem ehrwürdigen Adalung dienen. Ich schenke in pago wos•ma.t(iensi -=- im Wormsgau), in Dagolfesheim marca (in der Gemarkung Dalsheim nw. Worms) einen Weinberg, auf daß er ewiges Eigentum sei. Wenn aber jemand — ich glaube zwar nicht, daß das geschehen könnte — gegen diese Schenkung anzukämpfen versuchen sollte oder dieselbe verfälschen wollte, so wird er den Zorn Gottes und der Heiligen auf sich herabziehen, und außerdem bezahle er unter dem Zwange der öffentlichen Gerichtsbarkeit zwei Unzen Gold und vier Pfund Silber als Buße. Seine Einwendungen aber sollen für die Beurteilung der Angelegenheit gegenstandslos sein. Gegenwärtige Schenkung aber soll jederzeit unangefochten und unverbrüchlich bestehen bleiben. Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) am 8. August im 5. Regierungsjahr (818) des Kaisers Ludwig. Handzeichen des Ratolf, welcher verlangt hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde.
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