Urkunde 1124 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1124 (15. Oktober 779 — Reg. 1554) Schenkung der Gisilheid im nämlichen Weiler unter König Karl und Abt Helmerich Ich, Gisilheit, will im Namen Gottes ein gutes Werk vollbringen. Es diene dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Laurissa (Lorsch) ruht. In gleicher Weise sei es gewidmet jener geweihten Ordensgemeinde der Mönche, welcher der ehrwürdige Helmerich als Abt vorsteht. Meine Spende soll nach meinem Willen für alle Ewigkeit hingegeben sein, und ich erkläre, daß sie vollkommen freiwillig erfolgt. Ich übergebe in pago wormat(^e»« == im Wormsgau), in der Dagolfesheimer marca (in der Gemarkung Dalsheim nw. Worms) einen Weinberg als immerwährenden Besitz. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) am 15. Oktober im 12. RegierungsJahr (779) des Königs Karl. Handzeichen von Giselheit, welche gebeten hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde.


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