Urkunde 1109 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1109 (25. Juli 790 — Reg. 2224) Schenkung des Ra(d)bald im gleichen Weiler unter König Karl und Abt Ricfabod Ich, Radbalt, will im Namen Gottes ein gutes Werk vollbringen. Ich entrichte daher eine fromme Spende an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) ruht, das in pago renensi (im Oberrheingau) am Flusse Wis-coz (Weschnitz) liegt. Sie diene auch jener in Heiligkeit lebenden Mönchsschar, welcher der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht. Ich schenke in Berenbrunne (Wüstung bei Griinstadt/W.) den vierten Teil von einer Hofreite und von allem, was ich in Jener Gemarkung bisher besessen habe. Ich schenke also von allem ein Viertel als ewiges Eigentum. Damit ist der Vertrag abgeschlossen. Geschehen im Lorscher Kloster am 25. Juli im 22. Regierungsjahr (790) des Königs Karl. Handzeichen des Rad-balt, der diese Schenkungsurkunde ausstellen und fertigen ließ.


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