Urkunde 1107 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1107 (24. November 815 — Reg. 3030) Schenkung von Haidio und Badudio unter König Karl und Abt Adalgung Wir, Haicho und Baducho, wollen im Namen Gottes und für das Seelenheil der Ruodheid Vorsorge treffen. Wir machen daher eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Laurissa (Lorsch) ruht. Sie ist auch bestimmt für jene heilige Vereinigung von Mönchen, welche ebendort unter ihrem Abt, dem ehrwürdigen Herrn Ada-lung, dient. Ich schenke in pago •worma.t(iensi = im Wormsgau) das, was sie (Ruodheid) selbst uns im Dorfe Heimradesheim (Heimersheim nw. AlzeylSelz nw. Worms) übergeben hat, nämlich den dritten Teil einer Hofreite, einen Weinberg und zwei Morgen Land, ferner in Spizesheim (Spiesheim n. Alzey) eine halbe Hofreite, einen Weinberg und zwei Joch Ackerland. Auf Grund nachfolgender Fertigung übergeben wir diese Güter in das Eigentumsrecht und unter die Herrschaft des Hl. Nazarius. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) am 24. November im 46. (richtig wohl: 45.) RegierungsJahr des Königs Karl. Handzeichen von Haicho und Baducho, welche gebeten haben, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. Handzeichen von Ruodheid.


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