Urkunde 1073 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1073 (7. Oktober 771 — Reg. 682) Schenkung des Sigimund in Karlbacfa unter König Karl und Abt Gundeland Ich, Sigimund, reiche im Namen Gottes eine fromme Spende. Ich übergebe sie dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in pago rhenense (im Oberrheingau) am Flusse Wis-coz (Weschnitz) ruht, beziehungsweise an jene Knechte Gottes, die ebendort dienen, wo der verehrungswürdige Abt Gundeland Vorsteher ist. Mit dem Wunsche, daß meiner Gabe ewiger Bestand beschieden sei, schenke ich in pago wormatiense (im Wormsgau), in der Gemarkung Carlobach (Karlbach, G.-, K..-, so. und s. Grünstadt/W.) einen kleinen Weingarten, der einen Ertrag von zwei Ohm abwirft. Diesen hat mir Odolleib als rechtmäßiger Besitzer 106 übergeben. Zu dessen Seelenheil schenke, übergebe und übertrage ich ihn als immerwährendes Eigengut. Der Besitzwechsel ist damit vollzogen. Geschehen im Kloster Lauressam (Lorsch) am 7. Oktober im 3. Regierungsjahr (771) unseres Herrn, des Königs Karl. Handzeichen des Sigimund, welcher gewünscht hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Samuel hat sie geschrieben.


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