URKUNDE 1066 (2. Februar 852 — Reg. 3365) Schenkung von Reginhelm, Baba und Beragis in Bermersheim unter König Ludwig und Abt Samuel In Gottes Namen machen wir, Reginhelm, meine Gattin Baba und Beragis eine Vergabung. Sie ist bestimmt für den heiligen Märtyrer Nazarius, der in dem in pago rhenense (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, und damit für Jene heiligmäßige Mönchsgemeinschaft, welche ebendort unter dem verehrungswürdigen Herrn Samuel (837—856), dem Bischof, dient. Unsere Schenkung, die nach unserem Willen für "' Ludwig der Deutsche (840—876) regierte als König von Bayern und Alamannien schon seit 833 (dritte Reichsteilung). Von da an rechnen daher die Lorscher Mönche vielfach seine Königsjahre (Vgl. Band l, Seite 21). ewige Zeiten gelten soll, besteht aus unserem in pago wormatiense (im Wormsgau), in Dorf und Gemarkung Guntheim (Gundheim nw. Worms) gelegenen Eigentum. Es handelt sich um eine Hofstätte mit darauf stehenden Baulichkeiten, einen Weingarten, der in der Hofstätte selber liegt, und vier weitere anderswo gelegene Weinpflanzungen. Insgesamt haben alle diese Rebengüter einen Flächeninhalt von drei Morgen. Wir schenken ferner in Guntheimir marca (in der Gemarkung Gundheim nw. Worms/R.), in Bermodesheim (Bermersheim nw. Worms) und in Guntramesheim (Gundersheim nw. Worms) 20 Joch Ackerland, zwei Leibeigene und alles das, was rechtlich zu diesen Gütern gehört. Wir schenken, übergeben und übertragen dies alles als immerwährendes Eigengut. Der Vertragsabschluß ist damit in Kraft getreten. Geschehen im Kloster Lorsch am 2. Februar im 12. Regierungsjahr (852) des Königs Ludwig. Handzeichen von Reginhelm, Baba und Bergis, welche die Ausstellung dieser Schenkungsurkunde nachgesucht haben. Theotroh hat sie geschrieben.
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