Urkunde 1064 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1064 (24. Juli 802 — Reg. 2766) Schenkung von H(ermbert) und H(eimrich) unter König Karl und Abt Ridibod Wir, Hermbrath, Heimrich und unsere Schwester Ercansuint, wollen in Gottes Namen zu unserem Seelenheil eine fromme Stiftung errichten. Wir widmen sie dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in monasterio laurissamensi (im Lorscher Kloster) ruht, das in pago renensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) liegt, und damit auch Jenem heiligen Mönchsorden, dem der ehrwürdige Richbodo als Abt vorsteht. Wir schenken unser Eigentum in pago wormat(^e».H =: im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Guntheim (Gundheim nw. Worms) und in Bermutesheim (Bermersheim nw. Worms), nämlich eine Hofreite, 20 Joch Ackerland, Weingärten mit einem Ertrage von vier Fuder Wein und vier Leibeigene: Wintrolf, Nanther, Wanliub und deren Sohn Adalhard. Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster am 24. Juli im 34. Regierungsjahr (802) unseres Herrn, des Königs Karl. Handzeichen von Hermbert, seiner Schwester Herchensuind und von Heimrich, welche ersucht haben, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Ich, Reginbert, Diakon und Mönch, habe sie geschrieben.


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