Urkunde 1051 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1051 (13. Juni 790 — Reg. 2213) Schenkung des Waninch unter König Karl und Abt Richbodo In Christi Namen, am 13. Juni im 22, Regierungsjahr (790) des Königs Karl bringe ich, Waninc, eine Opfergabe dar. Ich weihe sie dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Lorsch ruht. Ebenso bestimme ich meine Gabe für jene heiligmäßige Mönchsgemeinschaft, welcher der ehrwürdige Ridibodo als Abt vorsteht. Ich schenke in pago wor-mM(iensi = im Wormsgau.), und zwar in Liutresheim (Lautersheim nw. Grünstadt/W.) einen Weinberg, ferner in Babenheimer marca (in der Gemarkung Babenheim -= Wüstung zwischen Kerzenheim und Rodenbach w. Grünstadt/W.) vier Joch Ackerland. Geschlossen und gefertigt. Geschehen in monasterio laurissamensi (im Kloster Lorsch). Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Waninc, welcher diese Schenkungsurkunde ausstellen und fertigen ließ. Rudolf hat sie geschrieben.


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