URKUNDE 1033 (26. Juli 860 — Reg. 3442) Schenkung des Sigefrid in demselben Weiler unter König Ludwig und Abt Richbod Im Namen Gottes machen wir, Sigefrid und meine Lebensgefährtin Gisaldrud, gemeinsam eine Vergabung. Sie ist bestimmt für den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago rhenense (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Lauressam ruht. Sie ist auch bestimmt für Jene heiligmäßige Mönchsgemeinschaft, welche ebendort dem Herrgott dient und welcher der Abt Egilbert vorsteht. Wir wünschen unserer Gabe ewige Dauer. Zur Übergabe gelangen unsere Besitzungen in pago •worma.t(iensi =. im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Bermerseim (Bermersheim nw. WormsIR.), nämlich eine Hofreite mit Hube, mit Steln-und Holzbauten, 29 Morgen Land, die zur Hube gehören, zwei Morgen Weinpflanzungen, auf drei Gewanne verteilt. Wiesen mit einem Ertrage von zwei Fudern Heu und überhaupt alles, was rechtlich zu Jenen Gütern gehört, ferner sieben Leibeigene. Das alles schenken, übergeben und übertragen wir auf ewig zu eigen. Der Vertrag wird hiermit gefertigt. Geschehen im Kloster Lorsch am 26. Juli im 20. Jahre (860) des Königs Ludwig. Handzeichen von Sigifrid und Gisaldrud, welche verlangt haben, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt werde. Ich, Thetroh, habe sie geschrieben.
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