URKUNDE 1018 (4. März 793 — Reg. 2422) Schenkung des Odolher im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Richbodo In Christi Namen, am 4. März im 25. Regierungsjahr (793) unseres Herrn, des Königs Karl. Ich, Odolher, mache eine Vergabung an den heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago renensi (im Oberrheingau) am Flusse Wiscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, und auch an jene heiligmäßige Gemeinschaft, welche eben-dort unter dem ehrwürdigen Herrn und Abt Richbodo dient. Ich bestimme, daß meine Gabe für alle Ewigkeit dargereicht sei und bestätige, daß sie aus durchaus freiem Willen geboten wurde. Ich schenke in pago wormatiensi (im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Durincheim (Dom-Dürkheim sw. Oppenheim/R.) einen kleinen Weingarten und ein Tagwerk Ackerland. Ich schenke, übergebe und übertrage diese Güter in unvermindertem Zustand unter dem gegenwärtigen Tag als ewiges Eigentum. Der Besitzwechsel ist damit vollzogen. Geschehen im Kloster Lorsch. Tag und Zeit wie oben. Handzeichen des Odol-her, welcher veranlaßt hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. Samuel hat sie geschrieben.
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