URKUNDE 1008 (5. Juni 792 — Reg. 2375) Schenkung der Bliitrad im nämlichen Weiler unter Kaiser (richtig: König) Karl und Abt Ridibodo Ich, Bliitrat, will im Namen Gottes etwas zum HeLle meiner Seele tun. Ich mache daher eine Stiftung zu Ehren des heiligen Märtyrers Gottes Nazarius, dessen Leib in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, dem der ehrwürdige Herr Richbodo als Abt vorsteht. Es ist mein Wille, daß meine Vergabung von ewiger Dauer sei, und ich bestätige, daß sie freiwillig erfolgt. Ich schenke mein Eigentum, gelegen in pago wormatiensi (im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Durincheim (Dorn-Dürkheim sw. Oppenheim/R, oder Rheindiirkheim n. Worms), nämlich eine Hofreite, die dazugehörige Länderei und überhaupt alles, was ich bisher in jener Gemarkung besessen habe. Ferner übereigne ich in Wintresheim Wintersheim sw. Oppenheim/R.), in drei verschiedenen Fluren gelegenes Rebengelände. Alles schenke, übergebe und übertrage ich im Namen Gottes, gestützt auf diese vertragliche Übereinkunft, auf ewig zu eigen. Geschehen im Kloster Lorsch am 5. Juni im 24. Regierungsjahr {791) unseres Herrn, des Königs Karl. Handzeichen der Bliitrat, welche verlangt hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. Regin-bert hat sie geschrieben.
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