Urkunde 1005 aus dem Lorschen Kodex

URKUNDE 1005 (um 767 — Reg. 244) Schenkung des Autbod im gleichen Dorf unter König Pippin und Abt Gundeland Im Namen Gottes mache ich, Autbod, eine wohltätige Stiftung. Ich weihe sie dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauressam (Lorsch) ruht, dem der verehrungswürdige Herr Gundeland als Abt vorsteht. Meine Zuwendung soll von ewiger Dauer sein, und ich bekräftige deren Freiwilligkeit. Ich schenke in pago wormatiensi (im Wormsgau), und zwar in der Gemarkung Durincheim (Dorn-Därkheim sw. Oppenheim/R, oder Rheidürkheim n. Worms/R.) einen kleinen Weinberg, der ein Ohm Wein ergibt. Vom gegenwärtigen Tag an schenke, übergebe und übertrage ich ihn aus meinem in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Nazarius in der Art, daß er von heute an und für alle Zukunft jener Stätte beziehungsweise ihren Handlungsbevollmächtigten jederzeit zur Vermögensniehrung diene. Sie sollen, bekräftigt durch Handschlag und Brief, freie Verfügungsgewalt haben, damit zu machen, was auch immer sie beschließen werden. Geschehen im Kloster Lorsch im 12. Regierungsjahre (764; richtig wohl: 15. Reg.], =r 767) unseres Herrn, des Königs Pipin. Handzeichen des Autbodo, der um die Ausstellung und Fertigung dieser Schenkungsurkunde nachgesucht hat. Samuel hat sie geschrieben.


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